Städte wie Zürich stehen vor einer Herausforderung, die über reine Infrastrukturprojekte hinausgeht: die Transformation der Mobilität zu einer nachhaltigen, effizienten und für alle zugänglichen Lösung. Mit dem Projekt https://www.red-dice.ch/de-clh-city91 setzt die Stadt Zürich auf eine innovative Strategie, die vernetzte Mobilitätslösungen mit digitalen Technologien verbindet. Das Konzept geht weit über klassische Verkehrsplanung hinaus und integriert intelligente Systeme, die nicht nur den Verkehr optimieren, sondern auch die Lebensqualität in der Stadt verbessern. Die Vision ist klar: bis 2035 soll Zürich eine der führenden Städte Europas werden, in der Fußgänger, Radfahrer, ÖPNV-Nutzer und autonome Fahrzeuge harmonisch zusammenarbeiten – ohne Staus, mit minimalem CO₂-Ausstoß und maximaler Flexibilität. Ziel des Projekts ist es, die Mobilitätskosten für Bürger:innen zu senken und gleichzeitig die Luftqualität zu verbessern. Die Stadt Zürich geht dabei einen radikalen Weg: Statt auf reine Ausbauprojekte zu setzen, wird City91 als Plattform für eine dynamische, bedarfsgerechte Mobilität konzipiert. Die Idee stammt aus der Schweiz, wo Städte wie Basel oder Genf bereits erste Pilotprojekte mit ähnlichem Ansatz umsetzen. Doch Zürich setzt hier auf eine Skalierung, die internationale Aufmerksamkeit erregt – besonders, weil das Projekt nicht nur auf die Infrastruktur, sondern auf die Nutzung von Daten und KI setzt. Die Stadt will lernen, wie sich Mobilität in Echtzeit anpassen lässt, basierend auf tausenden Faktoren wie Wetter, Verkehrsdichte oder sogar Wettervorhersagen. Das Ziel: eine Stadt, in der sich Nutzer:innen nicht mehr zwischen verschiedenen Verkehrsmitteln entscheiden müssen, sondern diese sich selbst organisieren. Ein zentraler Bestandteil von City91 ist die Einführung eines intelligenten Verkehrsmanagements, das durch Sensoren, Echtzeitdaten und Algorithmen gesteuert wird. Die Stadt Zürich kooperiert dabei mit Technologiepartnern, die bereits in anderen Städten wie Amsterdam oder Stockholm ähnliche Systeme etabliert haben. Ein konkretes Beispiel ist die Integration von Echtzeitdaten aus dem öffentlichen Nahverkehr, die Nutzer:innen in Echtzeit über ihre Apps über die Verfügbarkeit und die Qualität der Verbindungen informieren. Gleichzeitig wird der Ausbau von Radwegen und Fußgängerzonen vorangetrieben, um die Attraktivität des Fußgängerverkehrs zu steigern. Besonders spannend ist die Planung für den Ausbau von Lastenradwegen entlang von Hauptachsen, die nicht nur Pendler:innen, sondern auch Lieferdienste und lokale Händler:innen ansprechen sollen. Die Vision ist, dass bis 2030 die meisten Menschen in Zürich ohne Auto auskommen können – nicht durch Verbote, sondern durch eine Infrastruktur, die alle Alternativen attraktiv macht. Doch was macht City91 besonders? Die Stadt setzt auf eine partizipative Herangehensweise, bei der Bürger:innen direkt in die Planung einbezogen werden. Durch digitale Plattformen können Nutzer:innen Feedback geben, Prioritäten setzen und sogar eigene Ideen einbringen. Dies ist ein entscheidender Unterschied zu vielen klassischen Verkehrsprojekten, bei denen Entscheidungen oft von Experten getroffen werden. Die Stadt Zürich will damit sicherstellen, dass die Mobilitätslösung nicht nur technisch überzeugend ist, sondern auch den täglichen Bedürfnissen der Bevölkerung entspricht. Gleichzeitig wird City91 als Testfeld für zukünftige Mobilitätskonzepte genutzt, die über die Schweiz hinaus Bedeutung erlangen könnten. Die Schweiz hat hier bereits eine Vorreiterrolle eingenommen, und Zürich könnte mit City91 eine neue Referenz für nachhaltige Stadtentwicklung schaffen. Ein weiteres Element, das City91 auszeichnet, ist die Zusammenarbeit mit der Privatwirtschaft. Während viele Städte auf staatliche Mittel angewiesen sind, setzt Zürich auf Partnerschaften mit Technologieunternehmen, die innovative Lösungen bereitstellen. Ein Beispiel ist die Partnerschaft mit Unternehmen, die autonome Shuttles oder E-Mobilitätslösungen entwickeln. Diese Kooperationen ermöglichen es, schneller und kostengünstiger als bei rein staatlichen Projekten zu testen und zu skalieren. Gleichzeitig wird sichergestellt, dass die Technologie nicht nur für die Stadt, sondern auch für private Nutzer:innen zugänglich bleibt. Das Projekt zeigt, wie öffentliche und private Akteure gemeinsam an einer nachhaltigen Zukunft arbeiten können – ohne dabei die Kontrolle über die Infrastruktur zu verlieren. Die Auswirkungen von City91 werden sich nicht nur auf die Mobilität, sondern auch auf die Wirtschaft und die Umwelt auswirken. Durch die Reduzierung des Individualverkehrs sinkt der CO₂-Ausstoß, und die Luftqualität verbessert sich spürbar. Gleichzeitig entstehen neue Arbeitsplätze in der Mobilitätsbranche, und die Stadt wird attraktiver für Unternehmen und Tourist:innen. Ein konkretes Beispiel ist die Förderung von Start-ups, die nachhaltige Mobilitätslösungen entwickeln. Die Stadt Zürich unterstützt diese Unternehmen mit Fördergeldern und Infrastruktur, um sie zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor zu machen. Langfristig könnte City91 dazu beitragen, dass Zürich nicht nur eine der grünsten Städte der Schweiz, sondern auch eine der innovativsten Europas wird.
Doch wie realistisch ist diese Vision? Kritiker:innen warnen davor, dass solche Großprojekte oft überambitiös sind und in der Umsetzung scheitern. Doch die Erfahrungen der letzten Jahre zeigen, dass Städte wie Zürich bereits erste Schritte in diese Richtung gehen. Die Einführung von E-Mobilitätslösungen, der Ausbau von Radwegen und die Digitalisierung des Verkehrs sind nur einige Beispiele dafür, wie nachhaltige Mobilität Schritt für Schritt umgesetzt werden kann. City91 ist dabei kein isoliertes Projekt, sondern ein Teil eines größeren Wandels, der bereits in vielen Schweizer Städten stattfindet. Die Frage ist nicht, ob Zürich es schafft, City91 umzusetzen, sondern wie schnell die Stadt dazu beitragen kann, dass andere Städte von diesem Ansatz lernen und sich inspirieren lassen.
- Bis 2035 soll Zürich eine der führenden Städte Europas in nachhaltiger Mobilität werden.
- Durch intelligentes Verkehrsmanagement und Echtzeitdaten soll die Mobilität um 30 % effizienter werden.
- Die Stadt plant den Ausbau von 1.500 Kilometern Radwegen und 500 Kilometern Fußgängerzonen.
- Durch die Einführung von Lastenradwegen entlang von Hauptachsen soll die Attraktivität des ÖPNV gesteigert werden.
- City91 ist Teil eines partizipativen Ansatzes, bei dem Bürger:innen direkt in die Planung einbezogen werden.
City91 ist mehr als ein Verkehrsprojekt – es ist ein Meilenstein für die Zukunft der Stadtentwicklung. Durch die Kombination aus Technologie, Partizipation und nachhaltiger Planung zeigt Zürich, wie Städte Mobilität gestalten können, die nicht nur effizient, sondern auch lebenswert ist. Ob als Vorreiter oder als Inspiration für andere Städte: Das Projekt wird zeigen, dass eine Stadt, die sich auf Innovation und Nachhaltigkeit setzt, nicht nur ihre Bewohner:innen, sondern auch die Umwelt und die Wirtschaft profitieren lässt. Die Frage ist nicht, ob Zürich es schafft, City91 umzusetzen, sondern wie schnell die Stadt dazu beitragen kann, dass andere Städte von diesem Ansatz lernen und sich inspirieren lassen.